Unternehmensbewertung

Wert kennen und Preis verhandeln

Unternehmensbewertung: Die Basis für jede Transaktion – ob Kauf, Verkauf oder Nachfolge

Die Unternehmensbewertung ist für jede Art der Transaktion eine wesentliche Ausgangsbedingung. Sie ist Basis dafür, einen potenziellen Käufer zu finden und gleichzeitig erleichtert sie die Argumentation bei den Verhandlungen. Wer den Wertebereich eines Unternehmens kennt, schafft überhaupt erst die Grundlage, die nächsten Schritte zu gehen. Anhand unterschiedlicher Bewertungsmethoden kann ein aus Fakten und Zahlen resultierendes Ergebnis errechnet werden, das objektiv die zukünftige Entwicklung eines Unternehmens betrachtet.

Die Bewertung nimmt nicht grundlos einen so hohen Stellenwert ein und wirft gleichzeitig doppelt so viele Fragen auf. Teilweise zeigen voneinander unabhängige Unternehmensdarstellungen ein und des selben Betriebs komplett differenzierte Wertergebnisse auf. Wie ist das möglich? Den einen richtigen Wert eines Unternehmens gibt es nicht – stattdessen ist eine Firma aus mehreren Perspektiven zu betrachten. Das erfordert demnach mehr als eine Bewertungsmethode in der Anwendung. Wir bewerten ein Unternehmen aus der Kombination des Substanzwertes, der Bewertung mit dem Erfolgswert und der Analyse mit Multiplikatoren aus Sicht des Marktes. Weshalb Sie die drei Methoden in erster Linie benötigen und durch welche Kriterien sich diese jeweils unterscheiden erklären wir Ihnen im Folgenden.

Ihre Vorteile mit INTAGUS

Was unsere Unternehmensbewertung verspricht

+ 10 Jahre Erfahrung

Mit über 50 Gutachten zur Bestimmung eines Unternehmenswertes verfügen wir über wertvolle Erfahrungen.

Anerkannte Verfahren

Es gibt viele Bewertungsmethoden: Wir kennen und können alle, auch nach Bewertungsstandard IDW S1.

Objektivität

Subjektive Eindrücke können das Bild verzerren: Wir bewerten unvoreingenommen nach Faktenlage.

Unternehmensbewertung?

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Wie funktioniert eine Unternehmensbewertung?

Die Bewertung eines Unternehmens ist komplex. Was viele als komplizierte Wissenschaft darstellen, verlangt in der Realität einfach nur nach einer korrekten Vorgehensweise. Ganz allgemein soll die Bewertung der Frage nachgehen „Was ist mein Unternehmen eigentlich wert?“. Dabei ist festzuhalten, dass Wert nicht gleich Preis ist. Der Wert wird ermittelt, während der Preis letztendlich in den Verhandlungen festgelegt wird. Somit kann der Preis sowohl unter als auch über dem Wert liegen. Mehrere Bewertungsverfahren führen zu einem Wertebereich. Im Folgenden kurz genannt:

  • Substanzwertverfahren – Der Betrieb ist so viel wert, wie die Summe der Teile, aus denen er besteht.
  • Ertragswertverfahren – Die Firma wird anhand zukünftig zu erwartender Gewinne oder Cash Flows bewertet.
  • Marktwertverfahren – Der Wert wird im Vergleich zu anderen Multiples (z.B. anderen Firmen) und deren Verkaufs- bzw. Kaufpreis ermittelt.
Zielsetzung

Was ist Sinn und Zweck Ihrer Unternehmensbewertung?

01
Ist-Situation

Hier erfolgt die aktuelle Bestandsaufnahme Ihrer Firma.

02
Verfahrenswahl

Wir bewerten Ihren Betrieb mittels geeigneter Bewertungsverfahren.

03
Bewertung

Mit der Bewertung verhandlungssicher in den Kauf oder Verkauf starten.

04

Der Unternehmenswert

Zwei unterschiedliche Bewertungsmethoden in Kürze

Bei der Ertragswertmethode wird davon ausgegangen, dass sich der Wert eines Unternehmens vor allem aus dem Potenzial ergibt, zukünftig stabile Gewinne bzw. Erträge zu erwirtschaften. Den Erwerber interessiert vorrangig, wie lange das erworbene Unternehmen braucht, um den zuvor investierten Kaufpreis zu erwirtschaften. Bei der Berechnung des Ertragswertes wird auch berücksichtigt, dass der Käufer nicht nur Investitionen im Unternehmen aus den künftigen Erträgen zahlen muss, sondern auch Zinsen und Kredittilgungen aus der Finanzierung des Kaufpreises. Die Discounted Cash Flow-Methode zum Beispiel basiert auf der Abzinsung (auch Diskontierung genannt) von prognostizierten Finanzflüssen, die an die Inhaber eines Unternehmens ausgeschüttet werden können.

Unternehmensbewertung nutzen, um erfolgreich zu verkaufen-

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EBIT-Multiples ausgewählter Branchen

Schätzen Sie Ihr eigenes Unternehmen ein!

Sie möchten gerne eine ungefähre und grobe Einschätzung über den Wert Ihres Unternehmens vornehmen? Hier finden Sie eine Übersicht bestehend aus Mittelwerten des Finance Magazins und der DUB aus den Jahren 2017 und 2018. Die entsprechenden Multiples sind nach Branchen sortiert. Eine professionelle Unternehmensbewertung orientiert sich an den aktuellen Multiples der jeweiligen Branche. Auf Anfrage stellen wir Ihnen gerne die aktuellen Multiples und weitere Branchen zur Verfügung. Des Weiteren können wir auf Ihren Wunsch hin auch eine komplette Unternehmensbewertung für Sie vornehmen, sowohl für Ihren eigenen Betrieb, als auch für ein potenziell zu erwerbendes Unternehmen.

EBIT-Multiples: DUB

Minimum
3,6
Maximum
5,6

EBIT-Multiples: Finance Magazin

Minimum
5,5
Maximum
7,3

EBIT-Multiples: DUB

Minimum
4,1
Maximum
5,8

EBIT-Multiples: Finance Magazin

Minimum
6,3
Maximum
8,5

EBIT-Multiples: DUB

Minimum
4,5
Maximum
6,3

EBIT-Multiples: Finance Magazin

Minimum
6,5
Maximum
8,7

EBIT-Multiples: DUB

Minimum
4,6
Maximum
6,5

EBIT-Multiples: Finance Magazin

Minimum
6,4
Maximum
9,0

EBIT-Multiples: DUB

Minimum
4,5
Maximum
6,7

EBIT-Multiples: Finance Magazin

Minimum
6,9
Maximum
8,6

EBIT-Multiples: DUB

Minimum
3,8
Maximum
5,6

EBIT-Multiples: Finance Magazin

Minimum
6,0
Maximum
7,9
Bau/Handwerk

EBIT-Multiples: DUB

Minimum
3,6
Maximum
5,6

EBIT-Multiples: Finance Magazin

Minimum
5,5
Maximum
7,3
Dienstleistung

EBIT-Multiples: DUB

Minimum
4,1
Maximum
5,8

EBIT-Multiples: Finance Magazin

Minimum
6,3
Maximum
8,5
Elektrotechnik

EBIT-Multiples: DUB

Minimum
4,5
Maximum
6,3

EBIT-Multiples: Finance Magazin

Minimum
6,5
Maximum
8,7
Handel

EBIT-Multiples: DUB

Minimum
4,6
Maximum
6,5

EBIT-Multiples: Finance Magazin

Minimum
6,4
Maximum
9,0
Maschinenbau

EBIT-Multiples: DUB

Minimum
4,5
Maximum
6,7

EBIT-Multiples: Finance Magazin

Minimum
6,9
Maximum
8,6
Logistik

EBIT-Multiples: DUB

Minimum
3,8
Maximum
5,6

EBIT-Multiples: Finance Magazin

Minimum
6,0
Maximum
7,9
Ihr Rückruf-Wunsch

Sie haben noch Fragen zu Ihrer Unternehmensbewertung oder anderen Themenbereichen? Gerne rufen wir Sie an!

Unternehmensbewertung: Wovon hängt der Preis eines Unternehmens ab?

Die Unternehmensbewertung ist teilweise unbekanntes Gebiet – daher wird oft die Ansicht vertreten – der Wert einer Firma wäre automatisch mit dem Preis gleichzusetzen. Tatsächlich trügt diese Annahme genau wie jene, die besagt, es gebe einen auf die letzte Kommastelle berechenbare Wertangabe. Es gibt nicht den einen einzig wahren Unternehmenswert. Dabei ist die Methodik der Bewertung von Unternehmen sehr gut wissenschaftlich dokumentiert und als eigenes Fachgebiet anerkannt. Als Beispiel ist hier das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) mit dem Bewertungsstandard S1 zu nennen und den darin veröffentlichen „Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertungen“. Das Heranziehen verschiedener Bewertungsverfahren führt somit auch bei erfahrenen Gutachter zu unterschiedlichen Ergebnissen, vor allem aufgrund unterschiedlicher Annahmen. Der Kern jeder Unternehmensbewertung steckt in der faktischen Begründung der „richtigen“ Annahmen. Ein Beispiel hierfür wären Annahmen über die künftige Unternehmensentwicklung. Auf diese Weise bildet sich eine große Bandbreite an Ergebnissen, die damit den eigentlichen Wertebereich immer weiter eingrenzt damit konkretisiert. Die Unternehmensbewertung dient somit als methodische Annäherung an den richtigen Wertebereich eines Bewertungsobjektes. Der Kaufpreis ist am Ende genau der Preis, den ein Erwerber für ein Unternehmen bezahlt. Der Unternehmenswert, ist das was der Käufer bekommt und beschreibt damit einen wirtschaftlichen Nutzen. Der Preis ist also nur Ergebnis der vorherigen Verhandlung. Der Wert resultiert aus dem oder den Verfahren zur Wertermittlung.

Kapitalwertorientierte Methoden der Unternehmensbewertung

  • Ertragswertverfahren: Das Ertragswertverfahren dient der Wertermittlung eines Unternehmens. Bei dieser Methode stehen die zukünftig erwartbaren Gewinne im Mittelpunkt. Den Erwerber interessiert in erster Linie, wie lange es dauert, bis das gekaufte Unternehmen den zuvor bezahlten Kaufpreis erwirtschaftet. Somit sind zukünftige Gewinne wichtiger als vergangene Gewinne des Unternehmens. Die Basis für das Ertragswertverfahren ist die Gewinn- und Verlustrechnung – aus den künftigen Ertragsüberschüssen wird mittels Abzinsung der Wert des Eigenkapitals zu einem bestimmten Zeitpunkt errechnet. Bei der Abzinsung wird der gegenwärtige Barwert einer zukünftigen Zahlung berechnet. Bei dem Verfahren werden Zinsen und Kredittilgungen der Kaufpreisfinanzierung berücksichtigt. Anschließend wird die Verzinsung, die aus zukünftigen Unternehmensgewinnen erwirtschaftet werden kann, mit der Rendite vergleichen, welche eine Aussage über alternative Geldanlagen macht (= Kapitalisierungszins). Dabei werden i.d.R. drei Jahre als Grundlage genommen. Die Ergebnisse jeden Jahres werden aufsummiert und der jeweilige Investor erhält den Ertragswert des Unternehmens. Der Ertragswert errechnet sich also aus der Differenz von zukünftigen Ertragsüberschüssen und dem Kapitalisierungszins. Dieser setzt sich aus Basiszins und Risikozuschlag zusammen (Formel: EW = ∑ E / (1 + r) t ). 
  • Discounted Cash Flow-Methode: Die DCF-Methode ist auch bekannt als Kapitalwert-Methode. Sie basiert auf der Diskontierung (Abzinsung) von erwartbaren und an die Anteilseigner ausschüttbaren Finanzflüssen (= Free Cash Flows). Zur Ermittlung von den Cash Flows sind Planungszahlen in einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren erforderlich. Am wichtigsten ist dabei die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz der zukünftigen Jahre. Die Betriebsergebnisse der letzten Jahre können dabei als Bewertungsgrundlage dienen. Mittels der Diskontierungsrate werden die Cash Flows „abgezinst“. Die Rate ergibt sich aus Vergleichszahlen des Marktes und einem Risikozuschlag. Auch die Kapitalkosten sind in der Diskontierungsrate enthalten. Die DCF-Methode ist ähnlich zum Ertragswertverfahren.

Das Multiplikationsverfahren in der Unternehmensbewertung

Eine besonders beliebte Form der Unternehmensbewertung ist das Verfahren mit Multiplikatoren (engl. = Multiples). Dieses Verfahren stützt sich auf vollzogene Transaktionen ähnlicher Unternehmen und damit auf sogenannte Transaction Multiples. Dabei wird verglichen, zu welchen Preisen ähnliche Firmen am Markt gekauft bzw. verkauft wurden. Damit ist die Unternehmensbewertung mit Multiplikatoren schon sehr nah am Preis. Das Verfahren bietet sich vor allem an, um die Ergebnisse anderer Verfahren miteinander zu vergleichen und besser einschätzen zu können. Die größte Herausforderung? – Die richtigen Multiplikatoren zu nutzen. Der Wert des Unternehmens steht und fällt erheblich mit der zu vergleichenden Gruppe an Unternehmen. Und auch bei der Bewertung mit Mutiplikatoren beeinflussen verschiedene Faktoren, die Wahl des oder der richtigen Multiplikatoren. Sie finden weiter oben eine Aufstellung der aktuellen Multiplikatoren und zusätzlich eine Übersicht zu den wichtigsten Branchen. Bei Bedarf informieren wir Sie gerne auch zu den Multiplikatoren weiterer Branchen.

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