Immer mehr Chefinnen im Mittelstand

Immer mehr Chefinnen im Mittestand.

Laut einer aktuellen Auswertung des KfW-Mittelstandspanels werden rund 700.000 mittelständische Unternehmen von Frauen geführt. Sie beschäftigten im vergangenen Jahr rund 4 Millionen Arbeitnehmer, stellten 112.000 Ausbildungsplätze zur Verfügung, investierten 15 Milliarden Euro in Anlagen und Bauten und erzielten 32 Milliarden Euro Umsatz auf ausländischen Märkten (6% des mittel-ständischen Außenhandelsvolumens). Damit ist die wirtschaftliche Bedeutung von frauengeführten mittelständischen Unternehmen zwar beachtlich, aber trotzdem sind Chefinnen im Mittelstand weiterhin unterrepräsentiert.

Mehr Frauen als Führungspersönlichkeiten vor allem in der Dienstleistungsbranche

Der Grund hierfür ist, dass Frauen vor allem in kleineren Unternehmen tätig sind. Je größer das Unternehmen, desto eher werden sie von Männern gelenkt. Nur 5 Prozent der Inhaber von mittelständischen Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz sind weiblich. Liegt die Erlösgrenze jedoch bei bis zu einer Million Euro, so werden ganze 20,5 Prozent von Frauen geführt.

Auch der Unternehmenstyp spielt für die immer noch vorherrschende Übermacht an männlichen Führungskräften eine zentrale Rolle. Denn fast 60 Prozent der Chefinnen im Mittelstand führen ihr Unternehmen in der Dienstleistungsbranche. Im Bereich „Erziehung und Unterricht“ weist fast jedes zweite mittelständische Unternehmen eine Frau an der Spitze auf (46 %), im Gastronomie- und Hotelgewerbe sind es 33 %, im Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen 30 %. Nur sehr selten frauengeführt sind dahingegen mittelständische EDV-Unternehmen (Chefinnenanteil 0,2 %) oder der Kraftfahrzeughandel  mit 4 %.

Frauen leiten in der Regel Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern. So liegt der Anteil von frauengeführten Unternehmen mit weniger als 5 Beschäftigten bei immerhin 20,7 Prozent. Diese Zahl sinkt jedoch auf nur noch 9,7 Prozent bei einer Beschäftigtenzahl von 50 und mehr.

Es geht auch um die Zukunft des Mittelstandes

Doch gerade für die Zukunft der kleinen und mittleren Unternehmen lässt sich erkennen, dass die Zahl der Chefinnen im Mittelstand weiter steigen wird, denn die schrumpfende Erwerbsbevölkerung, der drohende Fachkräftemangel und der bevorstehende Generationswechsel bei den mittelständischen Unternehmen bilden gerade für Frauen Anreize und Chancen sich stärker in Chefetagen zu engagieren. Auch die steigende Zahl der von Frauen durchführten Existenzgründungen – im Jahr 2014 mit 43 Prozent – wird das Gesicht des Mittelstandes zu Gunsten der Chefinnen verändern.

Die Hauptmotivation, sich selbständig zu machen, ist dabei für Frauen und für Männer ähnlich: Es geht ihnen darum, eigene Ideen zu verwirklichen und der eigene Chef/die eigene Chefin zu sein. Für Frauen ist die Erzielung eines höheren Einkommens durch die Selbständigkeit dann aber deutlich weniger wichtig als für Männer. Es ist die zeitliche Flexibilität – vermutlich im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf -, die für Frauen hingegen ein höheres Gewicht hat. Den persönlichen unternehmerischen Erfolg sehen Frauen entsprechend auch nicht primär in den männlich geprägten Indikatoren „Wachstum“ und „Profit“, sondern in der „Arbeitszufriedenheit“, der „Autonomie“ und der eigenen „Selbstverwirklichung“.

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Marketing-Assistentin, Onlineredakteurin | INTAGUS GmbH
Tanja Spuhl betreut uns als Teamassistenz bei all‘ Ihren unternehmerischen Zielsetzungen und ist für den Bereich Online Marketing zuständig. Sie befindet sich momentan im Masterstudiengang Medienpsychologie.
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