Betriebsübergabe in Berlin und Brandenburg

Betriebsübergabe im Fokus der 9. nexxt-night Veranstaltung mit Prof. Dr. Holger Wassermann von INTAGUS

Man stelle sich einmal vor, für jede dritte Betriebsübergabe in Berlin oder Brandenburg gebe es keinen Nachfolger. Kein Nachfolger würde bedeuten: Einbuße vieler williger Arbeitskräfte, Verlust des eigenen Unternehmens, aller erreichten Ziele, Wünsche und Vorstellungen. Das Zugrundegehen eines ganzen Lebenswerkes, vielleicht sogar die Vernichtung eines wahrgewordenen Traums. Die verschmähte Chance für einen Nachfolger, Unternehmer zu werden. Denn mit dieser Problematik liegen wir nämlich gar nicht länger im Bereich der Vorstellungskraft, sondern sind bereits in der Realität angelangt.

Die Betriebsübergabe in Berlin und Brandenburg jetzt angehen

Wegen der geringen Aktivität vieler Unternehmer bei der Betriebsübergabe in Berlin und Brandenburg, haben die IHK (Industrie und Handelskammer) Potsdam und die Handwerkskammer Potsdam am 22. September 2016 erneut zu ihrer sogenannten nexxt night nach Groß Behnitz eingeladen. Neben Erörterungen der Dringlichkeit von aktiven Geschäftsübergaben, beantworteten die verschiedenen Podiumsredner Fragen zur Geschäftsübernahme und diskutierten, welche Faktoren berücksichtigt werden sollten. Zudem äußerten sich Personen, die eine erfolgreiche Betriebsübergabe miterleben konnten. Sie machten Mut, sich ebenfalls in die Selbstständigkeit zu begeben. Auch die Vertreter der Handwerkskammer Potsdam und der IHK Potsdam, Ralph Bührig und Dr. Manfred Wäsche, betonten die Dringlichkeit, sich auf eine Nachfolge vorzubereiten. Insbesondere die emotionale Loslösung vom Betrieb sei notwendig. Zusätzliche Erwähnung fand die eingeführte Meistergründungsprämie im Land Brandenburg. So kann diese selbst bei Betriebsübergaben den Käufer, in Brandenburg, mit bis zu 1200€ als Gründungsförderung unterstützen.

Ihr wichtigster Kunde bei der Betriebsübergabe: Ihr Nachfolger

Anschließend veranschaulichte Herr Wassermann mit Hilfe verschiedener Zahlen und Fakten die negative Belastung der aktuellen Lage: so wird heute nach einer Studie des DIHK (Deutscher Industrie und Handelskammertag) 1/3 aller Unternehmen keinen Nachfolger finden. Denn die Betriebsübergabe, insbesondere im Mittelstand, wird von den potentiellen Nachfolgern bislang als nicht besonders attraktiv eingeschätzt. Auf Grund des Wertewandels der späteren Generationen, ist das Unternehmerleben nicht mehr erstrebenswert. Stattdessen locken risikofreie Anstellungen in großen Unternehmen. Daher wird auf den IHK Veranstaltungen an die Aktivität des Firmeninhabers appelliert: Denn der Unternehmer sollte seinen potenziellen Übernehmer als seinen wichtigsten Kunden ansehen. So sollte der Unternehmer ähnlich wie in einem Kundenprozess verfahren. Indem er sich, wie auch sonst, bewusst vorbereitet. Des Weiteren sei ein Loslösen vom eigenen Betrieb notwendig. Dies geschieht dann, wenn der Firmeninhaber nicht länger für alle Angelegenheiten alleine verantwortlich ist. Das Unternehmen muss auf lange Sicht auch ohne ihn einwandfrei funktionieren können.

Nachfolgebeispiele in Brandenburg: Eine gut geplante Betriebsübergabe ist halb gewonnen

Nun wurden zwei familieninterne Geschäftsübergaben vorgestellt. Und zwar zum einen von Juliane Wahl und ihrer Schwester Friederike Wahl-Koro. Zum anderen vom Firmeninhaber Reiner Krug, sowie seinem Neffen und Übernehmer Stefan Lippold. Zusammenfassend gaben beide Parteien bedeutende Hinweise für eine erfolgreiche Betriebsübergabe. Dabei zählt nicht, ob diese familienintern oder familienextern erfolgt. Folgende Punkte wurden genannt:

  1. Sich als Unternehmer/ Verkäufer nicht nur auf einen hohen Gewinn fokussieren,
  2. Initiative beider Seiten,
  3. Festlegung bestimmter Führungsqualitäten,
  4. eine rechtzeitige Planung,
  5. bei der Finanzierung einen eigenen Anteil darbieten,
  6. zudem externen professionellen Rat einholen.

Ehrlich sein – Fachexperten motivieren zur Offenheit bei der Betriebsübergabe

Anschließend fanden sich Holger WassermannAndreas Lehmann als Vetreter der IHK Potsdam, sowie Michael Burg, der die HWK Potsdam vertrat und Olaf Lücke für die DEHOGA Brandenburg auf der Bühne ein. Sie sollten grundlegende Fragen beantworten.

Wann ist ein Firmeninhaber übergabereif? Nun sollten Sie vor allem einen, oder vielleicht auch mehrere fachlich qualifizierte Fachexperten, wie beispielsweise INTAGUS an Ihre Seite holen. Denn sie können die zu treffenden Vorbereitungen einschätzen.

Wo ist ein Nachfolger in Berlin und Brandenburg vorzufinden? Beispielsweise auf der nexxt-change Unternehmensbörse oder sogar innerhalb der Netzwerke Ihrer Banken. Womöglich im Lieferanten- und Kundenumkreis, oder erneut, bei Ihren gewählten Beratern.

Welche sind die ersten Schritte? Erst einmal nehmen Sie sich Zeit nachzudenken und Zukunftspläne zu entwerfen. Des Weiteren sollten Sie sich vorbereiten, auch auf Änderungen einstellen und erneut, professionelle Beratung einholen. Zudem können Sie sich gegebenenfalls auch eine Geschäftsübernahme Checkliste erstellen lassen.

Was Du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen

Weiterhin ist die die aktuelle Situation, nämlich die der wenigen Betriebsübergaben in Berlin und Brandenburg allgegenwärtig. Einer der Referenten äußerte, dass eine rechtzeitige Nachfolge zwar Geld koste, aber keine Nachfolge das gesamte Vermögen bedrohe. Deswegen gehen Sie das Projekt Betriebsübergabe entschlossen an! Denn es ist unbedingt notwendig, Ihren Unternehmenswert sichern zu können. Daher nutzen Sie Beratungsangebote, um Ihre Zukunft bestens vorzubereiten.

Hierbei unterstützen wir Sie gerne – Sichern Sie sich jetzt Ihre Vorbereitung zur Nachfolge.

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Marketing-Assistentin, Onlineredakteurin | INTAGUS GmbH
Tanja Spuhl betreut uns als Teamassistenz bei all‘ Ihren unternehmerischen Zielsetzungen und ist für den Bereich Online Marketing zuständig. Sie befindet sich momentan im Masterstudiengang Medienpsychologie.
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