Nachfolgemonitor: Nachfolge als zunehmende Gefahr

Der Nachfolgemonitor für KMU

Digitalisierung, Demographischer Wandel, Fachkräftemangel, Nachfolgermangel – die praktische und erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensnachfolge ist längst nicht mehr selbstverständlich. Dennoch sind sich die meisten Unternehmer vielzähliger KMU im deutschen Mittelstand der Dringlichkeit der Lage nicht bewusst. Wie sieht die aktuelle Situation aus? Welches Wissen gibt es bezüglich der Nachfolge? Aktuell: kaum welches. Mit dem Nachfolgemonitor soll sich das nun aber langfristig ändern.

Was steckt hinter dem Nachfolgemonitor?

Der Nachfolgemonitor wurde ins Leben gerufen, um die Wissenslücke im Bereich Unternehmensnachfolge nicht nur zu minimieren, sondern bestenfalls gänzlich zu schließen. So weisen selbst die KfW oder IfM Bonn unterschiedliche Zahlen auf, wenn es darum geht bevorstehende Nachfolgen in Deutschland zu schätzen. Wenn es hier schon keine feste Grundlage gibt, wie sollen Unternehmer sich dann erst zurecht finden? Der Nachfolgemonitor wurde gemeinschaftlich vom Verband Deutscher Bürgschaftsbanken (VDB), Creditreform Rating sowie dem KompetenzCentrum für Entrepreneurship & Mittelstand der FOM Hochschule (KCE) inszeniert. Die Studie basiert auf den Nachfolgen der letzten Jahre und den Informationen der Initiatoren.

Im Verlauf des Nachfolgemonitors werden unterschiedliche Faktoren betrachtet. Dazu zählt die Situation der Übernehmer, der Übergeber und der Unternehmen selbst. Auch bisherige Transaktionen werden in die Studie miteinbezogen. Bis hierhin ist festzuhalten, dass die am häufigsten gewählte Nachfolgeform mit 53% die familieninterne Nachfolge ist, gefolgt von der unternehmensexternen (29%) und der unternehmensinternen Unternehmensnachfolge (18%).

Welche Ergebnisse finde ich im Nachfolgemonitor?

Übernehmende, Übergeber, Unternehmen, Branchen, Ländervergleich, Geschlechterunterschiede – die geprüften Kategorien im Nachfolgemonitor sind vielseitig und auf den Punkt gebracht. In der ersten Veröffentlichung des Nachfolgemonitors werden vor allem die benannten hauptsächlichen Punkte aufgegriffen. Einige der Ergebnisse sollen hier bereits kurz erwähnt werden. Die ausführlichen Erklärungen und beispielsweise der Ländervergleich sind dem Nachfolgemonitor zu entnehmen.

Das Alter der Übergeber ist erheblich angestiegen: Viele Unternehmer, die aktuell noch tätig sind, haben die 60 Jahre überschritten. In mehr als der Hälfte der Bundesländer sogar schon die 65 Jahre. Das Durchschnittsalter der Verkäufer liegt bei 63 Jahren. Die Erwerber hingegen sind in der Regel 30-40 Jahre alt, gefolgt von der Gruppe der 40-50 Jährigen. Die weiblichen Nachfolgerinnen liegen mit 23% unter dem Anteil der tätigen weiblichen Führungskräfte. Hier sind allerdings regionale Unterschiede zu beachten. Die meisten Unternehmer zeigen einen Investitionsstau, was bedeutet, dass das Anlagevermögen im Jahr der Unternehmensübergabe 47% niedriger ist als die 3 Jahre zuvor. Dementsprechend verzeichnen 52% der Unternehmen in den Jahren vor der Übertragung eine Verschlechterung des Creditreform Bonitätsindex.

Jetzt exklusiv den Nachfolgemonitor herunterladen

Im Nachfolgemonitor wird auch bewertet, wie erfolgreich umgesetzte Nachfolgen verlaufen. Dabei ist zu betonen, dass jeder Unternehmer den Erfolg einer Übertragung anhand persönlicher Kriterien bewertet. Vor allem finanzielle Bedingungen spielen dabei eine wesentliche Rolle. Für Übergeber und Übernehmer ist die Entwicklung des Betriebs von besonderer Bedeutung. Allerdings wirkt sich eine Unternehmensnachfolge in den ersten Jahren eher ergebnismindernd aus. In 1/3 der Fälle konnte der Umsatz nicht gehalten oder gesteigert werden. Dies wird im Nachfolgemonitor als Indiz für die starke Inhaberabhängigkeit gedeutet. Gerade diese ist wesentlich für den deutschen Mittelstand und KMU. Um nun an alle Informationen kostenfrei und unverbindlich zu gelangen, nutzen Sie einfach den folgenden Button – dieser leitet Sie direkt zum Nachfolgemonitor weiter. PLUS – es sind weitere Veröffentlichungen geplant, unter anderem auch exklusive Multiples für die einzelnen Branchen. Das Projekt Nachfolgemonitor hat gerade erst begonnen.

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